Archiv für März 2010

27.03.2010 Lübeck – Naziaufmarsch verhindern!

Kurz und knapp, da alles gesagt:
Samstag, 27.03.2010 Lübeck HBF 10 Uhr
Geschlossen Norddeutschlands größten Naziaufmarsch verhindern!
ASLTW

18.03. Gedenken an Gustav Schneeclaus – Buxtehude

Am 18.März 1992 töteten Stefan Silar und Stephan K. den ehemaligen Kapitän Gustav Schneeclaus auf brutalste Weise.
Gustav kam mit einer Gruppe Boneheads ins Gespräch und erklärte nach seinen Seefahrergeschichten “ Hitler war der größte Verbrecher.“ Daraufhin traten und schlugen Silar und K. auf Gustav ein bis er von der Bank fiel.
Silar und K. fuhren mit einem Auto davon und kamen nach einer 3/4 Stunde wieder. Bewaffnet mit einem Kantholz schlugen sie immer wieder auf ihr Opfer ein. Daraufhin riefen sie einen „Freund“ an, welcher die beiden nach Hamburg fahren sollte, da sie „einen umgehauen hätten.“ Der Fahrer fuhr die beiden Täter nach Hamburg und fuhr gegen Mitternacht zum Tatort. Er rief daraufhin anonym den Notarzt an, welcher Gustav versorgte.
Völlig unterkühlt, mit einem abgerissenen Halswirbel, Schädelbruch, schwerste innere Verletzungen und vier gebrochenen Rippen wurde Gustav in das Krankenhaus Stade eingeliefert. Gustav verstarb in der Nacht vom 21. auf den 22.03.1992 an den Folgen seiner schweren Verletzungen.
Die beiden Mörder Stefan Silar und K. wurden von der Staatsanwaltschaft wegen „Körperverletzung mit Todesfolge“ angeklagt. Die Richter des Stadter Landgerichts sahen „Mord aus niedrigen Beweggründen.“ Das Urteil am 18.September lautete dann: Sechs Jahre Haft für Stefan Silar, achteinhalb Jahre Gefängnis für K. wegen Totschlags.
Kaum aus dem Gefängnis entlassen griff Stefan Silar wieder zwei Menschen an. Im Jahre 2005 wurde Silar im „Combat 18-Pinneberg“ Prozess mitangeklagt. Kurz vor dem Prozess konnte Silar einen der Drahtzieher von „Combat 18-Pinneberg“ warnen, da er einen Tipp vom Staatsschutz bekommen hatte.

Seit 2005 betreibt Silar einen Neonaziladen in Tostedt, dieser gilt als zentrale Anlaufstelle in dieser Region. Hier können sich „Freie Kräfte“ und Parteizugehörige der NPD mit internen Infos versorgen, vermitteln, weiterleiten.
Auch am „Stammtisch Nord“, einem Vernetzungstreffen der „Freien Kräfte“ aus Norddeutschland, ist Silar ständiger Teilnehmer. Desweiteren schult Silar zusammen mit dem Bundestagskanditaten der NPD Sebastian Stöber den Nazi-Nachwuchs in Tostedt. Diese sieht Tostedt als „National-befreite-Zone“ und versucht diese angebliche „Zone“ mit etlichen Gewaltausbrüchen zu untermauern. Dabei griff auch wieder Silar einen Fotografen mit den Worten:“ Du mit der Kamera bist der nächste.“ an. Angriff auf ein Jugendhaus, Steinbewurf auf ein Polizeirevier, sowie mehrmalige Anschläge auf ein Mehrfamilienhaus gehören hierbei auch zu den „politischen Aktionen“ aus dem Umfeld von Silar.

In Erinnerung an Gustav und alle durch Nazihand ermordeten Menschen:
18.03. 18 Uhr Busbahnhof Buxtehude im Anschluß um 19 Uhr Kulturforum:
Infoveranstaltung mit André Aden (Recherche Nord) über die Naziszene in Tostedt und die Rolle von Silar.
KEIN VERGEBEN – KEIN VERGESSEN

09.03.2010 Abschiebung Ist Mord – Demo Anläßlich des Todes von David

Der 17-jährige David starb am Sonntag im Hamburger Gefängniskrankenhaus.
Nachdem er bereits tagelang jegliche Nahrung verweigert hatte, wurde er dort „tot aufgefunden“. Er hatte sich erhängt. Der aus Georgien stammende David war ohne seine Erziehungsberechtigten eingereist und saß bereits seit Februar in Abschiebehaft, in die er als Jugendlicher eigentlich nicht gehörte.
Es gibt keinen Freitod hinter Gittern!
Aufruf und Infos hier
Demo Dienstag, 09.03.2010 18 Uhr S-Bahnhof Sternschanze Hamburg
Kein Mensch Ist Illegal – Grenzen Einreissen!

02.03.2010 NPD S-H Landesparteitag in Högel

Am 28.02.2010 kamen 70 Ewiggestrige zusammen, um erneut ihren NPD Landesparteitag in Högel/Nordfriesland abzuhalten. Mit kleinen und größeren Erneuerungen gehen die Rechtsradikalen, Alt/Neonazis in das Jahr 2010.
Der 1938 geborene Kaufmann Uwe Schäfer trat nicht mehr zur Wahl des Landesvorsitzenden an. An seiner Stelle steht nun der 31-jährige Jens Lütke, welcher 2008 u.a. wegen zeigen verfassungsfeindlicher Symbole verurteilt wurde.
Weiterhin im Gespann: Der wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung (Steinwürfe auf Gegendemonstrant_innen und Fußtritte auf eine am Boden liegende Frau) verurteilte Ingo Stawitz aus Uetersen, sowie Kai Otzen aus Pinneberg, welcher 2009 für die NPD in Elmshorn antrat. Hinzu kommen Kay Oelke, ehemals Landeschef der „Schill-Partei“ und der Mann mit der Kasse und selbsternannter „Computer-Profi“, Wolfgang Schimmel. Neu im Gespann des Vorstandes ist Alexander Jäger aus Krupunder. Jäger unterhält gute Kontakte zu freien und parteizugehörigen Neonazis aus dem Raum Pinneberg, Elmshorn. 2009 trat er mit gewalttätigen Neonazis auf dem Elmshorner Hafenfest auf. Dort wurden mehrere Menschen von Neonazis aus dieser Gruppe verfolgt, angegriffen und verletzt.