Archiv für Januar 2010

Schüsse auf die Alte Meierei Kiel

Das Wohnprojekt des linken Zentrums ALTE MEIEREI in Kiel wurde in der Nacht zum 20.01.2010 mit scharfer Munition beschossen! In dem Zimmer hielt sich zum Tatzeitpunkt eine Person, bei sichtbarer Beleuchtung auf. Die Projektile der Schusswaffe durchschlugen die Fenster und blieben in der Zimmerdecke stecken, die Person blieb glücklicherweise unverletzt.
In den letzten zwei Jahren ist es in Kiel immer wieder zu brutalen Überfällen auf Menschen, Projekte und Veranstaltungen gekommen. In allen Fällen konnten die Taten der Naziszene in Kiel nachgewiesen werden. Die Zeit wird zeigen, ob auch diese Tat, bei der bewusst Menschenleben in Kauf genommen wurden, auf die Naziszene in Kiel zurückzuführen ist. Die vorangegangen brutalen Attacken der Nazis und ihr Hass auf unsere Projekte, lassen auch einen Schusswaffengebrauch mit scharfer Munition nicht abwägig erscheinen.

Wir erklären unsere absolute Solidarität mit den Menschen in und um die Alte Meierei

13.02.10 “¡No pasarán! Naziaufmarsch in Dresden verhindern!

Auch dieses Jahr werden voraussichtlich wieder Nazis aus Deutschland und anderen europäischen Ländern nach Dresden reisen, um die Geschichte auf den Kopf stellen zu wollen. Der Naziaufmarsch ist zu einem der größten Aufmärsche der letzten Jahre gewachsen, beenden wir ihn – antifaschistisch, aktiv, direkt!

Infoveranstaltungen:
14.01.10 Alte Meierei – Kiel
21.01.10 Centro Sociale – HH
05.02.10 Antifa-Cafè – HH

Mobiseite

Update 19.01.10:
An Peinlichkeit kaum zu überbieten…Heute fanden in Dresden (Landesgeschäftsstelle von Die Linke) und Berlin (Red Stuff Versand) Hausdurchsungen statt. Gesucht wurden die Plakate des Bündnisses: Dresden – Nazifrei.
Wieder einmal wird von oben versucht couragiertes Engagement gegen Nazis zu kriminalisieren.

„kriminelles Plakat“ downloaden und verteilen

Was klar ist, wird auch klar bleiben: ALLE NACH DRESDEN! DRESDEN NAZIFREI – NAZIAUFMARSCH BLOCKIEREN!

Update 23.01.10:
Autsch…geht ja doch noch etwas „on top“ …Und zwar hat sich der findige Herr Staatsanwalt nun folgendes ausgeheckt. KlickKlack der Staat zensiert die Bündnisseite. Denkste nun, da geht nix mehr…. klickste hier und siehst wieder mehr

Lasst euch durch die Repression nicht einschüchtern!
Blockieren bleibt unser Recht und unsere Pflicht, denn Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Es bleibt dabei: 13.02.10 ALLE NACH DRESDEN! DRESDEN NAZIFREI – NAZIAUFMARSCH BLOCKIEREN!

03.02.2010 Zeitzeugenbericht von Esther Bejarano

Als eine der letzten Überlebenden aus dem Mädchenorchester von Auschwitz wird sie über ihre Deportation und ihren Überlebenskampf im Konzentrationslager Auschwitz berichten. 1941 wurde Esther in das Zwangsarbeitslager Neuendorf verschleppt und musste dort zwei Jahre in der Fürstenwalder Gärtnerei arbeiten. 1943 wurden u.a. alle Zwangsarbeiter nach Auschwitz deportiert. Anfänglich musste sie in einem Arbeitskommando Steine schleppen, später meldete sie sich dem Mädchenorchester von Auschwitz, wo sie täglich aufspielen musste, wenn die Menschen zum Arbeits-Marsch gezwungen wurden.
1945 konnte Esther von einem Todesmarsch fliehen und flüchtete nach Palästina. Nach Jahren kam sie nach Deutschland zurück.

„Damit nie wieder geschehe, was damals geschah.“

03.02.10 VHS Elmshorn – 19 Uhr Eine Veranstaltung der VVN-BdA Elmshorn

Nazis am Neujahrsmorgen in Elmshorn

Nazis mit „Totschlägern“ auf der Suche nach antifaschistischen Menschen

Am Neujahrsmorgen zwischen 05:00 und 06:00 Uhr wurde es in einer Straße an der Ost-West Brücke in Elmshorn laut.

Circa 25 Nazis aus der Umgebung standen vor einem Wohnhaus und vermuteten „die Antifa“ in diesem. Durch lautes Geschrei und Steinwürfe wurden die BewohnerInnen wach und schauten nach, wer und was sich auf der Straße gerade tut. Mit Sprüchen wie: „Kommt raus ihr dreckigen Antifas“, „Wir hauen euch platt“ u.ä. Sprachakrobatiken, stellten sich die Nazis vor das Wohnhaus, bewaffnet u.a. mit Totschlagargumenten àla Teleskopschlagstock oder auch gerne „Totschläger“ genannt.

Die MitbewohnerInnen versuchten den Nazis verständlich zu machen, dass das hier nicht „das Haus der Antifa“ ist und sie sich verziehen sollen. Daraufhin wurde lautstark nach der Adresse, inder sich antifaschistische Menschen aufhalten sollten, gefragt. Untermalt wurde dieses mit Steinwürfen auf das Haus an der Ost-West Brücke. Kurzzeitig tauchte auch die Polizei auf, welche aber dann wieder abfuhr. Danach gab es dann wiederholt Steinwürfe auf das Haus und nach circa 30 Minuten verzogen sich die Nazis Richtung Innenstadt.

Diese Aktion der Nazis zeigt wieder einmal mehr, mit welchem Menschenhass diese ewiggestrigen Hohlräume agieren und sollte jedem Menschen die Augen öffnen und die Notwendigkeit von antifaschistischer Arbeit erkennen und unterstützen lassen.

Keinen Fussbreit den FaschistInnen! No Pasaran!